Flüchtlingsfonds des Ev. Kirchenkreises Lübbecke

Hier finden Sie den Antrag zur Beantragung von Geld aus dem Flüchtlingsfonds des Ev. Kirchenkreises Lübbecke.

Das Dokument enthält auch die Förderbedingungen.

Fragen dazu beantwortet gerne:

Anke Elsing: (Diakonie Lübbecke)
Telefon: 05741/236 20 10
E-Mail: anke.elsing@diediakonie.de

Pressemitteilung mit weiteren Informationen zum Flüchtlingsfonds:

Fonds hilft Flüchtlingen

Evangelischer Kirchenkreis setzt Geld gezielt für Notfälle ein

Von Florian Hermann

Lübbecke(WB). Spricht man mit Kommunalpolitikern, ist der Tenor, dass das Problem Flüchtlingsunterbringung weitestgehend gelöst sei. Jetzt gehe es vielmehr um die Integration. Und an diesem Kapitel möchte der Kirchenkreis Lübbecke mitschreiben. Besonders den Geflüchteten in Notsituationen soll verstärkt geholfen werden – mit einem Fonds.

16 000 Euro umfasst der Nothilfefonds für den Altkreis Lübbecke aktuell. »Wo finanzielle Lücken sind, wollen wir mit dem Geld unterstützen«, erklärt Superintendent Uwe Gryczan.

Bereiche wie Sprachförderung oder Integrationskurse werden zumeist schon aus öffentlichen Mitteln gefördert. Stattdessen greift der neue Fonds in Notsituationen – konkret etwa bei der Rechtsberatung oder bei chronischen Krankheiten. Die Kosten bei der Versorgung von Notfällen werden von Krankenkassen übernommen. Aber bei der Behandlung von Flüchtlingen mit chronischen Krankheiten sehe die Situation anders aus, heißt es von Seiten des Kirchenkreises. »Die Krankenkassen erklären das meist damit, dass die Flüchtlinge, bevor sie nach Deutschland kamen, ja auch schon mit den Krankheiten gelebt haben«, kritisiert Pfarrer Eckhard Struckmeier diese Regelung. »Kirche hilft dort, wo große Not ist«, begründet der Preußisch Ströher Pfarrer Roland Mettenbrink das kirchliche Engagement in solchen Fällen.

»Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass unbürokratische, schnelle Hilfe oft notwendig ist«, fasst Heidrun Rudzio zusammen. Sie ist gemeinsam mit Anke Elsing eine von zwei Flüchtlingskoordinatorinnen, die bei der gestrigen Vorstellung des Fonds dabei waren. Häufiges Problem bei der finanziellen Unterstützung in eben jenen Notsituationen sei, dass sich niemand für das Thema verantwortlich fühle – so etwa bei der Beratung in asylrechtlichen Fragen. »Wir sind auf Spenden angewiesen«, betont Heidrun Rudzio und gibt zu: »Der Fonds ist jetzt noch nicht so groß.« Das Geld stamme vor allem aus Spenden. So steuerte der Laienspielkurs des Söderblom-Gymnasiums Espelkamp nach seiner diesjährige Aufführung (»Das Dschungelbuch«) allein 4500 Euro bei.

Weil der Fonds noch sehr klein sei, liegt das Limit bei der Unterstützung von Flüchtlingen pro Person bei 2000 Euro – abzüglich des Eigenanteils. Wenn jemand die Rechtsberatung nutzt, werde der Fonds zudem nicht ein Klageverfahren durch alle Instanzen finanzieren, ist Konsens unter den Kirchenvertretern.

Pfarrer Eckhard Struckmeier betonte, dass »die Ehrenamtlichen immer noch Großartiges leisten«. Großes Problem sei jedoch, dass viele der Flüchtlinge entweder von den vielen Unterstützungsmöglichkeiten nicht wüssten oder sich vielmehr nicht trauten, diese zu nutzen. Die Hürden seien groß. »Viele haben Angst, Hilfe in Anspruch zu nehmen«, merkt Eckhard Struckmeier an. Der Kirchenkreis Lübbecke setzt deshalb darauf, dass die Flüchtlingshelfer in den sechs Kommunen im Falle von besonderen Notsituationen den Kontakt zum Kirchenkreis suchen, um den neu installierten Fonds in Anspruch zu nehmen, »auf kurzem Wege«, wie Heidrun Rudzio klarstellt.

Die Flüchtlingshelferin ist überzeugt: »Diese so genannte Flüchtlingskrise ist, wenn sie gut gelingt, eine große Chance.«

Nähere Informationen zur Flüchtlingsarbeit des evangelischen Kirchenkreises Lübbecke und zum Nothilfefonds sind im Internet zu finden unter: www.fluechtlingsarbeit-luebbecke.ekvw.de.

Text und Foto: Florian Hermann, Westfalen-Blatt vom 09. September 2016

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Espelkamp

wo: Rahdener Str. 15 | Espelkamp

Kontakt: Claudia Armuth | 05772 6683 | jmd.minden-luebbecke@t-online.de

Verein Mitmenschen e.V.:Claudia Strobel |info@mitmenschen-espelkamp.de

Hüllhorst

wo: Sitzungssaal Rathaus Hüllhorst | Löhner Str. 1

Kontakt: Antje-Birgitt Blase | 05744 9315102 | Antje-Birgitt.Blase@huellhorst.de

Lübbecke

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wo: Gemeindehaus Freie Ev. Gemeinde | Lessingstr. 10

Kontakt: Anke Elsing | 05741 2362010 |Anke.Elsing@diediakonie.de

Preußisch Oldendorf

wann: jeden Mittwoch | 16-18:00

wo: Evangelisches Jugendzentrum | Spiegelstr. 4

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Rahden

wo: Ev. Gemeindehaus Rahden | Am Kirchplatz 4

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Stemwede

wo: Live House Stemwede Wehdem | Am Schulzentrum 14

Kontakt: Waltraud Holtkamp | 05745 1517 | waltraud@jfk-stemwede.de